Das Philologicum: Ein neues Zuhause für die Philosophische Fakultät
Das Gebäude am Universitätsplatz 3, heute bekannt als Philologicum, blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Ursprünglich als Zentrum für die Naturwissenschaften konzipiert, beherbergt es nach einer umfassenden Sanierung heute allee Institute sowie das Dekanat und das Prüfungsamt der Philosophischen Fakultät.
Meilensteine der Entstehung
1910: Ein Prachtbau für die Physik
Bis 1910 war das Institut der Physik in einem kleinen Gebäude hinter dem Universitätshauptgebäude untergebracht. “Dieses war auf Initiative des Professors für Chemie und
Pharmazie Helmuth von Blücher 1833/34 als chemisches Laboratorium und physikalisches Kabinett errichtet worden.”1
Mit Schaffung einer eigenen Professur für die Physik im Jahre 1874 und dem darauf folgendem, stetigen Wachstum des Instituts wurde aufgrund des Bedarfs ein Neubau notwendig.2
Das neue Physikalische Institut wurde nach Plänen des Geheimen Baurats Hermann Schlosser als Hofgebäude hinter dem Zoologischen Institut errichtet. Am 26. August 1910 wurde es feierlich der Universität übergeben. Es diente nun die nächsten 105 Jahre der Physik als Institutsgebäude.3
1910-2015: Das Gebäude im Wandel der Zeit
1930er Jahre: Das Gebäude blieb baulich nahezu unverändert, erhielt jedoch neue Innenanstriche4, denn die ursprüngliche Gestaltung des Innenraums folgte den farbgewaltigen Grundsätzen des Expressionismus. In den 1930er und 1940er Jahren wurden diese kontrastreichen Farben jedoch aus
kulturpolitischen Gründen als „entartet“ abgewertet und durch schlichtere Ocker-, Beige- und Grautöne ersetzt.5
2005 - 2015: Im Jahr 2005 wurde das Gebäude saniert.7
Da 2015 das neue Physikalische Institut auf dem Südstadt-Campus fertig gestellt werden konnte, wurde das Gebäude am Universitätsplatz 3 leer gezogen und stand ca. ein Jahr für die Notunterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung.8
2025: Die Einweihung als Philologicum
Nach einer intensiven Grundsanierung zwischen 2019 und 2023 startete das Gebäude in eine neue Ära.
Am 13. Oktober 2025 weihte die Philosophische Fakultät ihr neues Domizil feierlich ein. “In Anwesenheit der Rektorin, die das Haus offiziell eröffnete, und des Dekans, der einen historischen Rückblick gab, wurde der Einzug der Institute für Germanistik, Romanistik und Anglistik/Amerikanistik sowie des Dekanats & Prüfungsamts gefeiert.”9
1 Schröder, 2017, S. 8)
2 (vgl. ibid.)
3 (vgl. ibid.)
4 vgl. Schröder, 2017, S. 9)
5 (vgl. ibid.)
6 (vgl. Schröder, 2017, S. 1)
7 (vgl. Schröder, 2017, S. 14)
8 (vgl. ibid.)
9 (Homepage des Dekanats der PHF & Boubahziz, 2025)
Textquellen:
Schröder, J., (Freier Diplomrestaurator - vdr). (2017). Das ehemalige Physikalische Institut der Universität (Universitätsplatz 3) in Rostock: Dokumentation zu restauratorischen Befunden im ausgewählten Innenbereich - Empfehlung zu den Sanierungsmaßnahmen - Projekt 2017-05-01 / Februar - April 2017.
Rathaus Rostock. (2023). Denkmalliste der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. https://rathaus.rostock.de/media/4984/denkmalliste%5B1%5D (zuletzt abgerufen am: 04.05.2026).
Homepage der UR, UR-interne Nachrichten im DLP (2025). Neues Zuhause für die Sprach- und Literaturwissenschaften: Philologicum feierlich eröffnet. UR Dienstportal. https://www.dienstleistungsportal.uni-rostock.de/ur-interne-nachrichten/detailansicht-der-news/n/neues-zuhause-fuer-die-sprach-und-literaturwissenschaften-philologicum-feierlich-eroeffnet-250973/ (zuletzt abgerufen am: 04.05.2026).






